08 settembre 2026
Blog-Neuigkeiten
Während wir diese Zeilen schreiben, feiert Petralia Sottana. Der 8. September ist das Fest Mariä Geburt, der wichtigste Tag im Kalender des Ortes: am Vormittag, um genau 10.51 Uhr, erklingen drei feierliche Glockenschläge, begleitet von Feuerwerk, zum Gedenken an das Erdbeben — ein Klangsignal am hellen Tag, zu einer ungewöhnlichen und genau festgelegten Uhrzeit, das durch das ganze Dorf zieht. Am Abend füllt sich die Piazza Duomo für die Verleihung des Preises „Assunta Rinaldi" und für eine Komödie im sizilianischen Dialekt, gespielt von der Compagnia Teatro di Borgata.
Wir erzählen von diesem Tag, weil er gut zeigt, was für ein Ort Petralia Sottana ist: ein Dorf, in dem Traditionen keine Inszenierungen für Besucher sind, sondern Dinge, die die Gemeinschaft seit Jahrhunderten für sich selbst tut. Wer in diesen Tagen hier ist, ist einfach mittendrin — ohne Eintrittskarte.
Und das Fest ist erst der Anfang. Der September ist in den Madonie der Monat, in dem diese Landschaft ihr Bestes gibt: die Wochen, die jetzt beginnen, sind die schönsten des Jahres, um hier heraufzukommen.
Was in den nächsten Wochen ansteht
Mitte September, Castelbuono. Zurzeit der lebendigste Ort der Region, mit Lesungen, Ausritten und den Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Kruzifixes. Das Sommerprogramm läuft noch bis zum 21. Von hier aus sind es etwa vierzig Minuten Fahrt durch die Wälder.
Ende September, San Mauro Castelverde. Ein Tag der Bürgerwissenschaft in den Tiberio-Schluchten: Untersuchung des Flusses Pollina, Datenerhebung vor Ort, ein ganz anderer Zugang zum Canyon als bei der klassischen Besichtigung. Auch für Familien mit größeren Kindern geeignet.
Den ganzen Monat, in den Bergen. Der Naturpark Madonie bietet weiterhin Führungen und Wanderungen an. Das Besucherzentrum liegt hier in Petralia Sottana, an der Hauptstraße: zehn Minuten dort genügen, um zwei Tage zu planen. Wer wandern möchte, findet im September ideale Bedingungen — lange Tage, angenehme Temperaturen und Wege, auf denen man stundenlang niemandem begegnet.
Der Septemberhimmel und das Teleskop über Piano Battaglia
Es gibt einen technischen Grund, warum das Ende des Septembers hier der richtige Zeitpunkt zum Blick nach oben ist: die Nächte werden länger, die Luft ist trocken, und das sommerliche Hitzeflimmern, das die Bilder verwischt, hat sich gelegt.
Und es gibt einen Grund, der Petralia Sottana unmittelbar betrifft. Auf dem Monte Mufara, oberhalb von Piano Battaglia, arbeitet das Wide-field Mufara Telescope: In der Nacht des 21. August 2025 entdeckte es den Asteroiden 2025 QK3 — den ersten Near-Earth Asteroid, der je in Sizilien gefunden wurde, und den ersten in Italien seit neunzehn Jahren. Das Teleskop steht wenige Kurven vom Gipfel entfernt, den man vom Dorf aus sieht.
Die Forschung leitet die Stiftung GAL Hassin in Isnello, zu deren Unterstützern die Gemeinde Petralia Sottana zählt. Der Astronomiepark liegt etwa eine Fahrstunde entfernt und bietet Führungen und Beobachtungsabende an: Die Lichtverschmutzung ist hier nahezu null und die Zahl klarer Nächte hoch, was die Madonie zu einem der besten Orte Italiens für diese Art von Erlebnis macht. Die Plätze sind begrenzt, eine Reservierung ist ratsam.
Auch ohne Instrumente: In mondlosen Nächten ist die Milchstraße von den Aussichtspunkten des Dorfes oder von der Straße nach Piano Battaglia mit bloßem Auge zu sehen. Wer spät von einer Beobachtungsnacht zurückkommt, findet unsere Zimmer wenige Schritte entfernt, mitten im historischen Zentrum.
Warum die Nebensaison hier besser funktioniert als anderswo
Die Tage sind noch lang, die Temperaturen aber wieder vernünftig. Das Licht des späten Nachmittags auf dem hellen Stein ist das schönste des Jahres zum Fotografieren. Und in der Küche kehrt die Ruhe zurück: Im Restaurant ist der September der Monat, in dem die Erzeugnisse der umliegenden Höfe ihren Höhepunkt erreichen — und in dem endlich Zeit bleibt, am Tisch davon zu erzählen.
Für die unkomplizierteren Abende nach einem Tag auf den Wegen gibt es unsere Pizzeria, mit lang geführten Teigen und alten Getreidesorten der Madonie.
Und vor allem: Während die sizilianische Küste im September noch voll ist, hat sich das Landesinnere bereits geleert. Wer den Tag in Cefalù oder am Meer verbringt und abends heraufkommt, spürt mehrere Grad Unterschied. Auf tausend Metern zu schlafen heißt im September, tatsächlich zu schlafen.
Ein Detail bemerkt man erst, wenn man ein paar Tage bleibt: Ab Monatsmitte ändert das Dorf seinen Rhythmus. Die Feste sind vorbei, die Schulen öffnen wieder, der Alltag kehrt zurück. Wer das authentische Dorf sucht, findet es jetzt eher als im August.
Kommen Sie jetzt in die Madonie<...
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